Windwahn – Argumente gegen die Windenergie an Land: Die Verspargelung der Landschaft durch Windenergie lässt die Immobilienpreise sinken und treibt ganze Landstriche in den Ruin

Im unmittelbaren Umfeld von Windenergieanlagen treten zuweilen negative Effekte auf Immobilienpreise auf. Das ist aber bei Immobilien im Umfeld von Kohle- und Kernkraftwerken genauso und auch in der Nähe von Autobahnen und Flughäfen. Allen diesen Vorhaben ist gemeinsam, dass sie im Außenbereich privilegiert sind nach § 35 Absatz 1 BauGB. Damit hat der Gesetzgeber eine Entscheidung getroffen, nämlich dass Anlagen, von denen in erhöhtem Ausmaß Beeinträchtigungen ausgehen können, dorthin gehören, wo sie am wenigsten stören. Und das ist nach der gesetzgeberischen Wertung nun einmal der Außenbereich. Wer sich von Güllegeruch und Schafgeblöke gestört fühlt, sollte ebenso wenig aufs Land ziehen wie derjenige, der keine Windenergieanlagen mag. Eine Alternative wäre der Umzug in die Stadt, in der es weder Gülle noch Schafe und in der Regel auch keine Windkraftanlagen gibt. Allerdings muss sich der Stadtbewohner mit Straßen- U-Bahn, S-Bahn und Straßenbahnlärm sowie einer erhöhten Abgasbelastung arrangieren, denn diese Dinge gehören nun einmal zu einer Stadt wie der Güllegeruch und das Schafgeblöke zum Landleben dazugehören. Zu berücksichtigen ist, dass auch Immobilien in der Stadt keinesfalls vor Preisverfall gefeit sind, etwa, wenn eine viel befahrene Staße oder eine S-Bahn Route neu geplant werden oder wenn eine ruhige Sackgasse zu einer Durchgangsstraße gemacht wird. Das sind keine theoretischen Betrachtungen, sondern Fälle, die in Deutschlands Städten regelmäßig auftreten und die erhebliche Auswirkungen auf Immobilienpreise haben.

Landschaftsbild und regionale Wirtschaftskraft

Dass Landstriche dadurch in den Ruin getrieben werden, ist kaum nachvollziehbar, denn durch die Windenergie sinkt die Wirtschaftskraft nicht, sondern sie steigt, und zwar durch die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Erhöhung des Steueraufkommens für die Standortgemeinden. Hinzu kommt noch, dass Gemeinden zunehmend die Chance erkennen, die durch die Windenergie eröffnet wird, indem sie selbst Anlagen betreiben oder durch die Verpachtung von Grundstücken profitieren. Diese Effekte dürften sich in Summe mehr auswirken als sinkende Immobilienpreise. Zweifels ohne verändern Windenergieanlagen das Landschaftsbild. Ob das negativ ist, liegt im Auge des Betrachters. Auffällig ist, dass das Meinungsbild je nach Alter der Befragten variiert: je jünger die Menschen sind, umso eher empfinden sie die Windkraft als Teil der Landschaft. Ältere Menschen empfinden hingegen in der Regel eher eine Abneigung gegen die Veränderung der Landschaft.

Fazit

Immobilienpreise werden durch Nutzungen im näheren Umfeld beeinflusst. Das hat der Immobilieneigentümer auf dem Land aber genauso hinzunehmen wie der Immobilieneigentümer in der Stadt. Beide können verlangen, dass die Planung rechtmäßig vonstatten geht. Dafür bietet die deutsche Rechtsordnung einen Individualrechtsschutz, der weltweit seines gleichen sucht.

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